Endlich mal wieder was neues und dann gleich anders
Nach 5 Monaten gibt es nicht mehr so viel neues und leider hat darunter auch die Berichterstattung gelitten. Doch das ändert sich zumindest formal indem wir ab sofort auf einer Seite (hier) veröffentlichen und die Unterschiede durch die Authorenkennzeichnung vornehmen.
2008, im chinesischen Kalender seit Anfang Februar das Jahr der Ratte, diese steht für Neuanfänge, bringt dann tatsächlich gleich ein paar Neuerungen. Ab sofort werden wir beide unsere Berichte auf diese Seite stellen und wenn ihr drauf achtet, werdet ihr den Namen des Authors finden. Möglich durch ein neues Modul auf der Webseite. Die alten Berichte werden wir natürlich als Archiv an ihrem angestammten Platz lassen. Das neue Modul ermöglicht aber auch schönere Darstellung mit Bildern. Wahnsinn! Also, Neuanfang, mit erneuerter Schreibmotivation!
Aber nicht nur wir machen einen Neuanfang. Australiens Premierminister hat sich gestern erstmals und öffentlich im Namen der Regierung und des Parlaments bei der "gestohlenen Generation" entschuldigt. Viel beachtet stellt das hoffentlich den Startschuss für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Aborigines und der weissen Regierung und Bevölkerung dar. Den Namen "gestohlene Generation" kann man wörtlich nehmen, denn es handelt sich um Mischlings-Kinder (Aborigene) die ihren Elten und Familien entrissen und in Heimen aufgezogen wurden. Begründet wurde das zwischen 1869 und 1969 datierte Vorgehen mit der Unfähigkeit der Aborigines für ihre Kinder zu sorgen und ihnen "angemessene" Ausbildung zukommen zu lassen. Natürlich wurde nicht gefragt, der "weisse" Mann wusste es halt einfach besser. Haken war, dass die Kinder quasi entführt, nach westlicher Kultur erzogen und ausgebildet wurden, um dann entlassen und heimtlos zu sein. Denn selbstverständlich hatten sie ihre Ursprünge und Verhaltensweisen vergessen, kamen also in ihrem Familienumkreis nicht zurecht, noch wurden sie von der "Zivilisation" (hiermit die Neu-Australier gemeint) als ebenbürtig anerkannt. Und am gestrigen 13. Februar wurde sich dafür zum ersten Mal offiziell entschuldigt. Die ganze Sache entstand aus der Wahrnehmung das Europäer den Aborigines überlegen sind und die "Rasse" der Aborigines geschützt werden müsse von äusseren Einflüssen um nicht dem Untergang geweiht zu sein – eine weit verbreitete Ansicht aus dem 18. Jahrhundert. Eine rassistische Vergangenheit mit der auseinanderzusetzen sich Australien lange Zeit schwer tat (und tut).