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Carmen und Daniel auf ihrer Reise durch die Welt

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Wie es dazu kam

17.Juni 2007, irgendwo auf der Strecke von Berlin nach Frankfurt. Vor einer Stunde hat mich Carmen am Hauptbahnhof abgesetzt, direkt nachdem wir von einer sehr schönen Hochzeitsfeier im ebenfalls sehr hübschen "Schloß" Rathenklempenow kamen.

Susi und Frank haben sich geehelicht und ich kannte dort tatsächlich vorher niemanden. Aber was einen tollen Abend ja meist ausmacht sind nette Leute und davon gab es dort reichlich. Manchmal trifft man Menschen bei denen von Anfang totale Sympathie herrscht. So ging es mir gestern Abend auch mal wieder. Bleibt zu hoffen das man wieder etwas voneinander hört und selbst wenn nicht, war es schön Sofia und Robert getroffen zu haben. Susi jedenfalls ist eine Schulfreundin von Carmen und eine zauberhafte Braut. Kann sich der Frank freuen.
Aber halt, ich schweife ab. Schliesslich wollte ich die Gelegenheit nutzen und – während Brandenburg mit 200 Kilometern pro Stunde an mir vorbeifliegt – noch ein wenig die Vorgeschichte unseres Australien-Abenteuers erzählen. Ich arbeite ja bei der net-linx Europe GmbH im Bereich der Softwaresystems für Zeitungen. Dieser Bereich ist hauptsächlich in Amerika und im asiatisch-pazifischen Raum stark und ich in Dresden der letzte verbleibende PS (Publishing Systems der offizielle Name) Mitarbeiter. Bei einem Gespräch im Frühjahr mit dem Besitzer und Geschäftsführer von net-linx wurde von ihm festgestellt, dass ich aufgrund der Isolierung in einen anderen Bereich besser aufgehoben wäre. Da ich aber gerne meine derzeitige Tätigkeit  weitergeführen wollte, habe ich darum frei nach dem Motto "Holt mich hier raus, ich bin ein… ähm … Zeitungsjunge!" vorgeschlagen, nicht die Arbeit sondern den Arbeitsort zu verändern. Und da die USA mir und Carmen (wir hatten das nach Andeutungen meines Vorgesetzten schonmal besprochen) nicht soo erstrebenswert war wie Australien, ist es dann ziemlich schnell zur Entscheidung gekommen mich nach Sydney zu versetzen. Als ich aus dem Gespräch kam war mir das erste und bisher einzige Mal im Rahmen dieser Geschichte flau im Magen. Der Stein war ins Rollen gebracht worden…
Ich bin selber sehr froh darüber, da ich gerne unterwegs bin und jeden meiner längeren Auslandsaufenthalte sehr genossen habe. Die gemachten Erfahrungen sind mir teuer und teilweise unersetzlich. Jetzt nochmal eine längere Zeit auswärts passt mir ausgezeichnet. Der aber diesmal wichtigste und beste Punkt ist, dass Carmen sich so ohne weiteres dafür entschieden hat mitzukommen. Ohne sie wäre es wohl auch nicht dazugekommen, bzw. hätte das ganze Unternehmen anders ausgesehen. Zum Glück muss ich mir darüber keine Gedanken machen und kann mich auf die ganzen anderen Details stürzen. Ich hätte nicht geglaubt das mit Vorbereitungen einer längeren Ausreise soviel Arbeit und Überlegung verbunden sein kann. Bisher war das immer enfacher, raus aus der Wohnunge und irgendwann wieder zurück.Aber bei zwei Haushalten die zukünftig einer werden sollen sieht das ein wenig komplexer aus. Noch dazu braucht man diesmal sogar ein entsprechendes VISUM. Über die Details zu VISA, Wohnngssuche und die restlichen Vorbereitungen äußere ich mich nochmals separat.

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